Gustav Adolf Pourroy

Freitag, 13.August 2006

 

Süddeutsche Zeitung                                                                                      veröffentlicht in SZ 24.8.06

Redaktion

München

 

Die Überlegenheit des Schülersoldaten / SZ 16.8.06

Warum uns Günter Grass zeigt, wo wir herkommen - und deshalb ein würdiger Nobelpreisträger aus Deutschland ist.

 

 Sehr geehrte Damen und Herren,

 Die heutigen Kommentare der Feuilletons werden von Journalisten verfasst, die sich von dem Massenwahn im Staat, den der Mensch im kranken Staat ausgesetzt war, keinen Begriff machen. Robert Musil lehrte: Der vielfältige Gebrauch des Wortes Moral deute auf einen gewissen Waschzwang hin. Wohltuend hebt sich der nachdenkliche Beitrag von Heinz Bude ab. Ein Volk von lauter Stauffenbergs ist nicht vorstellbar - und selbst der hat einmal Heil Hitler gesagt.

 Grass spricht offen von seinem Glauben an den Endsieg, für den er seinen Beitrag leisten wollte. Hieraus geht der Grad der Verführung eines jungen Menschen klar hervor.

 Das Wühlen in der Vergangenheit und die Kunst der moralischen Ereiferung zu üben ist sicher sehr interessant. Aus dem Stimmengewirr heben sich besonders die alten Gegner von Grass hervor: Ein Groß-Kritiker sagt laut und intrigant: Ich sage dazu gar nichts.

 Beglückender ist es jedoch für unser Volk die Aufgaben für die Zukunft heute zu erkennen und anzupacken.

 Mit freundlichen Grüßen

 gez Gustav Adolf Pourroy 

Flakhelfer a.D.