Dieser Essay ist im Buch bei AMAZON enthalten (Neuauflage bald)

 

 

Intelligenz und Unternehmen

oder

Wie man mehrere Gehirne zu einem Grosshirn organisiert

 

- Ein Beitrag zur Optimierung intelligenter Leistungen in Sozialsystemen -

© 1990 Eberhard Schnelle, METAPLAN  und  Gustav Adolf Pourroy, STRATACOM

Veröffentlicht in FAZ/BdW 3.8.1990 – Neu durchgesehene 2.Auflage 1998

Englische Version ( Veröffentlicht in International Management  May 1989)

Siehe auch  Management&Seminar 10/93.

Wollen Sie sich intelligent in Ihrem Umfeld / Unternehmen durchsetzen? Dann klicken Sie hier. Oder hier.

David und Goliath  (Sonderfall wie "intelligent" die Welt mit dem Konflikt zum Islam umgeht)

Für besonders interessierte Besucher dieser Seite haben wir eine 5-Minuten CD bereit, auf der Sie ohne Hilfe die Grundprinzipien des Konsens-Mangements erkennen können. Preis € 10,00 frei Haus: mailto:web@stratacom.de subject=Bestellung für CD -Intelligenz und Unternehmen

Die intelligente Leistung von Sozialsystemen hängt im hohen Masse von der Art ab, wie die einzelnen Einheiten oder Mitglieder des Systems miteinander kommunizieren. Die Wahl des richtigen Modus ist für den Erfolg der Kommunikation ausschlaggebend. Das Integral der Intelligenzquotienten  aller Einheiten oder Mitglieder ist nicht gleich der Intelligenz des ganzen Systems. Falsche, ungeeignete Kommunikationsstrategien beeinträchtigen die Entfaltung des Intelligenzpotentials und   zweckmässige Kommunikationsstrategien  begünstigen die Entfaltung des Intelligenzpotentials. Andersherum kann man sagen: Intelligenz lässt sich in einem Sozialsystem organisieren und herstellen, wählt man nur den am besten geeigneten Kommunikationsmodus.

Quintessenz: Intelligenz im Unternehmen kann man lernen. Tatsächlich lassen sich die Gehirne mit den richtigen kommunikativen Strategien zu einem G r o s s h i r n  organisieren.

Lauter intelligente Leute, aber

Jeder hat schon erlebt, dass eine Gruppe mit lauter intelligenten Menschen ihre Aufgaben nicht erfüllen, weil sie in sich zerstritten ist. Konflikte – eine natürliche Erscheinung des Lebens – wirken in solchen Gruppen nicht mehr als Herausforderung zum Fortschritt, sondern verwickeln die Gruppe in Streit und Hader. Wie sehr beeindruckt uns das Erlebnis einer Behörde, die auf Grund von Vorschriften eine dumme Entscheidung trifft; oder noch schlimmer: Der Hader in Parteikongressen und Parlamenten.

Beeindruckend ist es, wenn ganze Unternehmen – und das im weitesten Sinne des Wortes – kurzsichtig auf wechselnde Herausforderungen reagieren, obwohl einzelne Führer des Sozialsystems wiederholt Kurswechsel und Wandel angemahnt haben. Die Mahner dringen aber nicht mit ihren Vorstellungen durch, weil das System – Unternehmen, Gruppe, Behörde, Partei oder sogar Staat – nicht lernbereit war, es mangelnde Einsicht behinderte, die Machthaber die Kompetenzen falsch verteilten und man gegenseitig in der Kommunikation "auf dem Schlauch steht". Allein, die Wahl der zum Problem passenden Kommunikationswerkzeuge schliesst erst die intelligenten Möglichkeiten des Sozialsystems – sein Intelligenzpotential – richtig auf.

Verkennt man die richtigen Werkzeuge so kann sich das Intelligenzpotential nicht entfalten. Konfliktfähigkeit und damit Konfliktwilligkeit sind gelähmt. Solche Systeme stürzen sich mit ihren Mitgliedern "wissend, unwissend" ihren Führern folgend wie Lemminge in das Unglück.

In einem konkreten Fall hat ein Unternehmer einen Appell an seine Mitarbeiter gerichtet, nun endlich Kunden höflicher zu behandeln und mit grösserer Sorgfalt zu arbeiten. In der Reflektion seines Vorgehens bemerkt er, dass sein Wort nach kurz erregter Aufmerksamkeit wirkungslos verpufft ist. Obwohl er seinen Mitarbeitern einen schönen Rahmen für seine Ansprache geboten hatte, Musik, ein opulentes Mahl, gute Laune: Nach einer Woche ging alles im alten Trott weiter. Hatte dieser Manager zum falschen Kommunikationsmittel gegriffen? Warum wurden seine Ziele nicht in die Tat umgesetzt? Wie kann man das Verhalten im Sozialsystem denn sonst ändern als mit einem Appell? Das ist ein Grundproblem für jeden Manager. Wie kommt es, dass eine gelangweilte Schulklasse mit durchschnittlich verteilter Intelligenz, vor eine Herausforderung gestellt, plötzlich Geisteskräfte entwickelt, die man aus den bisher erbrachten Leistungen nicht ablesen konnte. Welche Faktoren bewegen solche Dynamik? Welches Geheimnis steckt hinter diesen wohlbekannten Erscheinungen?

Hier ist dieser Essay ist gekürzt: Siehe neue Ausgabe in Der Mensch im kranken Staat - in Vorbereitung

Mit betrieblichen Netzwerken (oder nach Robert K. Mueller, Arthur D. Little, Corporate Networking) wird jene freie Entfaltung von Initiativen beschrieben, die in der informellen Kommunikation zwischen verschiedenen Personen in der Organisation entstehen, rasch wechselnde Strukturen aufweisen und so einen offenen Markt für Ideen schaffen. Die regelrechte Förderung dieses Netzes von Kommunikation – z.B. durch besser geeignete Raumangebote, Gelegenheit für zwanglose Begegnungen – ist eine Aufgabe der Unternehmensführung. Sie schafft auch den produktiven Unruhestiftern Platz.

Wer Verhaltensweisen verändern will, muss dauerhafte Einsichten wecken. Diese gewinnen die Menschen aus Diskussionen, die Unbewusstes bewusst machen. Hier ist das Forum, der Informationsmarkt, das Mittel der Wahl, wo jeder straffrei – ohne die Zunge mit einer Sicherheitsnadel befestigt zu haben – seine Meinung sagen und Einsichten gewinnen kann.

Hier bilden sich spontan neue Netzwerke, neue Initiativen schlagen Ideen eine Bahn. Der hiermit erweiterte Fliegenaugenblickwinkel des Unternehmens (Robert K. Mueller) vergrössert die intelligente Leistungsfähigkeit des Systems, die Soziale Intelligenz.

Bei allen Kommunikationswegen ist eine wohldosierte Unterstützung des Einigungsprozesses durch Moderatoren geboten. Besonders, wenn Konflikte in einer Gruppe bearbeitet werden, muss statt eines Gesprächsleiters ein Moderator fungieren. Der Moderator ist geschult, alle Instrumente alle Instrumente zur Konfliktbearbeitung zu handhaben. Der höchste Grad der Des Engagements des Managements zeigt sich darin, dass der Unternehmer selbst bei der deutlichsten Form der Reflektion – der szenischen Darstellung eines Problemfeldes – nicht nur zusieht, sondern gestaltend mitwirkt. Man weiss: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, aber eine dargestellte Szene ist eine Folge von Bildern und das ist noch viel mehr. Hier erst wird oft bewusst, dass die Beziehungsprobleme die Bearbeitung der Sachprobleme überlagern.

Ausblick

Wir haben auf die Stimulation der Begeisterung im Unternehmen durch unternehmerische Ideen einerseits und auf die Zusammenhänge zwischen Intelligenz von Unternehmen und ihrer Konfliktfähigkeit andererseits hingewiesen. Die richtige Wahl der Instrumente zur Konfliktbearbeitung ist Erfolgsfaktor zur Entfaltung des Intelligenzpotentials eines Unternehmens. Jenes Unternehmen wird die Herausforderungen unserer Zeit bestehen, dessen Soziale Intelligenz, durch unternehmerische Ideen stimuliert, sich aus destruktiven Konflikten befreit.

(Vermerk für spezielles und bei uns registriertes Interesse: Ein Film hierzu ist erhältlich:mailto:web@stratacom.de).

 

Intrigen sind ein soziales und alltägliches Übel - wie man sich dagegen wappnet.

How to get along with Schemers, Plotters, Intriguers.

English Version in short: The Principle of Intrigue

Intrigen setzen immer einen Konflikt voraus. Mobbing ist etwas Elementares, es ist Hänseln aus Bosheit.

Klassisches Symbol für Intrige: intrigue.jpg

intrigue   minefield-intrigue    konfliktudemokratie  

Manche schlafen ruhig. bigsleep.gif

Der Philosoph Michel Montaigne gibt folgenden Rat:

montneu.gif (4328 Byte)

 

 

home