Gustav Adolf Pourroy

Freitag, 2. Juli 1999

 

Süddeutsche Zeitung

Redaktion

Sendlinglerstr. 8

80331 München

 

Trittin hat beide Füsse auf einer Bananenschale

Die SZ am 1.7.1999 Seite 4 / Die Kernkraft - ein Auslaufmodell -- (?)

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

wahr ist, dass die Welt nach dem Lernschock Tschernobyl begonnen hat nachzudenken, ob diese Technologie so weiter bestehen kann und welche Alternativen dazu bestehen.

Ihre Überschrift unterstellt, das Endergebnis des Denkprozesses sei ein Beschluss über die Abschaffung der Kernenergie. Es wird richtig berichtet, dass die Bündnis-Grünen eine solche Entscheidung wollen, aber ihr wesentlicher Repräsentant in dieser Sache, Jürgen Trittin, steht in dieser Sache in einem schönen Spagat und hat dabei beide Füsse auf je einer Bananenschale.

Der eine Fuss steht beim Bundeskanzler auf einer Bananenschale, der ihm nicht verzeihen wird, wenn Trittins Politik die Grundlage der Energieversorgung der Deutschen Industrie gefährdet. Den anderen Fuss hat Trittin bei seiner eigenen Partei auf einer Bananenschale und er wird ausrutschen, wenn er die Grundsätze seiner Partei verrät. Das ist wirklich keine beneidenswerte Lage für Trittin und verlangt ein hohes Mass an Gleichgewichtssinn - den er nicht hat.

Es ist so wenig realistisch zu erwarten, dass die Menschheit die Kernenergie abschafft, wie sie auch das gefährliche Feuer oder das gefährliche Rad nicht abgeschafft hat. Jährlich sterben Tausende im Feuer, Tausende unter Rädern: Beide Menschheitswerkzeuge sind gefährlicher als alle Tiger Indiens. Die Kernenergie wird die Menschheit weder abschaffen noch vergessen.

Die Politik der Grünen nimmt den zukünftigen Generationen nicht nur die Chance intelligentere Lösungen für die Kernenergie zu entwickeln, weil der Fadenriss    Technologiewissen geradezu vernichtet, sondern gefährdet unsere Industrie.

Wohl aber kann man lernen, mit der Kernenergie intelligenter umzugehen. Man versucht, diesen Lernprozess durch Ideologien zu behindern, die Gefahren alter Technologien zu beschwören, aber nichts oder gar zu spät etwas dafür zu tun, dass akute Gefahren aus alten Kernkraftwerken beseitigt werden: Ukrainische Kernkraftwerke zum Beispiel. Ideologien vergiften unsere Intelligenz, das wirklich Naheliegende zu tun.

Das Gezerre um den Ausstieg wird schlagartig aufhören, wenn (endlich) dem Deutschen Volk ein kompletter Blackout einen zweiten Lernschock verpasst, was es bedeutet, unsere Industriebasis zu gefährden.

Die gegenwärtige Bundesregierung wird allein schon aus biologischen aber schon gar nicht aus politischen Gründen ewig bestehen, unsere Kernkraftwerke halten länger. Diese Regierung versucht durch Ersatztechnologien Zeit zu gewinnen:

  1. Verbrennungskraftwerke schmeissen Millionen von Tonnen CO² in die Luft.
  2. Windenergie ist eine gut gemeinte Sache - für ein Industrieland nicht wesentlich.
  3. Photovoltaik? Das 100.000-Dächer -Programm? Eine auch gut gemeinte Sache, aber in unseren Breiten verbraucht eine Zelle Photovoltaik zu ihrer Herstellung mehr Energie als sie je in ihrem wirtschaftlichen Leben produzieren kann.
  4. Energie sparen? Ja, aber hier fehlen Taten - und unsere Automobilindustrie mit zu hohen Benzinpreisen zu beeinträchtigen, ist närrisch.

In diesem Konzert ist die Öko-Steuer ein Marketingtrick zur Deckung von Finanzbedarf.

Wenn doch die Intelligenz der Bundesregierung in dieser für ein Industrieland so wesentlichen Frage auf eine längere Periode als die Legislaturperiode gerichtet wäre, dann würden sie dem scheidenden und dem neuen Bundespräsidenten entsprechen. Wenn die Bundesregierung dazu ermutigte, neue Kraftwerkstypen zu entwickeln, auch Kernkraftwerke, die die alten Belastungen nicht mehr aufweisen, dann ginge der Umstieg leichter: Abschaffung der Kernenergie ist schlicht Unsinn und ein Narrenstreich.

Hierzu gehörte auch Aufklärungsarbeit, damit unser Volk weiss, was das eine und das andere bedeutet.

Angst machen ist keine Politik, sondern fördert bestenfalls die Infantilisierung.

Mit freundlichen Empfehlungen

gez. Gustav Adolf Pourroy

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Im Minenfeld von Intrigen

In the Minefield of Intrigue

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Intrigen sind ein soziales und alltägliches Übel - wie man sich dagegen wappnet.

How to get along with Schemers, Plotters, Intriguers.

English Version in short: The Principle of Intrigue

Intrigen setzen immer einen Konflikt voraus. Mobbing ist etwas Elementares, es ist Hänseln aus Bosheit.

Klassisches Symbol für Intrige: intrigue.jpg

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